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HR Campus: News & Storys


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Vertrauen & Selbstbestimmung als Schlüssel zum Erfolg

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Es ist keine brandneue Erkenntnis, dass zufriedene Mitarbeitende engagierter arbeiten. Auch nicht, dass das Engagement der Mitarbeitenden den Unternehmenserfolg positiv beeinflusst. Doch was macht Mitarbeitende zufrieden und engagiert? Bereits seit 30 Jahren haben sich verschiedene Bewegungen mit dieser Frage auseinandergesetzt.

1992: Unternehmenskultur

Die älteste und wahrscheinlich bekannteste Studie zum Thema ist bereits 29 Jahre alt und stammt von John Kotter und James Heskett. In "Corporate Culture and Performance" sagen sie, dass Unternehmen mit starken Unternehmenskulturen und befähigten Mitarbeitenden besser performen als andere. Kotter und Heskett konnten mit ihren Untersuchungen nachweisen, dass die Unternehmenskultur einen signifikanten Einfluss auf denn langfristigen Unternehmenserfolg hat.1

2003: Passion & Überzeugung

Raj Sisodia, Jagh Seth und David B. Wolf wählen einen anderen Ansatz: Passion. Die besten Unternehmen seien von Passion und Überzeugung angetrieben, nicht von Geld. Sie helfen allen Stakeholdern, sich zu entfalten. Solche Unternehmen, die Autoren nennen sie "Firms of Endearment", würden mit ihrem Handeln die Welt verbessern und davon profitieren. 2

Die im Buch untersuchten Unternehmen haben über 15 Jahre hinweg die S&P 500 in ihrer Performance 14 mal übertroffen. Der Erfolg basiere auf 8 Regeln, die ein Unternehmen von innen nach aussen verändern. Zu diesen zählen mitunter:2

  • Ein High-Performance Unternehmen basiert auf Liebe.
  • Helfe Menschen, ihr Bedürfnis nach Selbstverwirklichung zu finden.
  • Schaffe einen glücklichen Arbeitsort.
  • Schaffe Beziehungen, die wirklich auf Gegenseitigkeit beruhen.
  • Schaffe ein Unternehmen, das von der Community freudig erwartet wird.2

2006: Selbstbestimmung & Vertrauen

In den Niederlanden hatte sich 2006 genau eine solche Organisation selbstständig entwickelt. Die staatliche Pflege von älteren und kranken Menschen wurde soweit optimiert, dass die Pflegenden nach einem strengen Zeitplan arbeiten mussten und sich keine Zeit mehr für Kunden nehmen durften. Die Situation war für Kunden, Pfleger und Pflegerinnen unbefriedigend. Jos de Blok, einer der Pflegenden, kündete seinen Job und gründete Buurtzorg. Ein Unternehmen, das aus kleinen Teams besteht und ohne Management auskommt. Alle Aufgaben werden unter den Pflegenden aufgeteilt. Sie nehmen sich mehr Zeit für ihre Kunden und helfen ihnen, Kontakte mit Nachbarn, Freunden und Familien zu knüpfen. Auf diese Weise unterstützen die Pflegenden die Kunden, so selbstständig wie möglich zu werden. Buurtzorg ist eine Erfolgsstory:

  • 2/3 der Heimpflegerinnen und -pfleger von den Niederlanden arbeiten mittlerweile in einem der kleinen Teams von Buurtzorg. Das Unternehmen zählt über 9000 Mitarbeitende.
  • Ihr Konzept geht auf: Die Pflegenden brauchen nur 40 % der ärztlich verschriebenen Stunden und Notfallaufnahmen konnten um 30 % reduziert werden.
  • Das Unternehmen mit 9000 Mitarbeitenden hat ein Headquarter mit lediglich 28 Mitarbeitenden. Alle managen sich selbst und niemand hat einen direkten Vorgesetzten.3

Buurtzorg erfüllt nicht nur alle Regeln, die Sisodia, Seth und Wolf in «Firms of Endearment» definiert haben, sondern folgt auch einem Grundsatz, den Kotter und Heskett in den 90ern erforscht haben: Ein Unternehmen muss sich auf die Bedürfnissen von Kunden, Mitarbeitenden und Stakeholdern fokussieren, um erfolgreich zu sein.1

Den Erfolg von Buurtzorg rechnet Frederic Laloux, der Autor von «Reinventing Organizations» zum grossen Teil der selbstverwaltenden Organisationskultur an und stützt seine Theorie mit vielen weiteren Erfolgsstories.3 Dieser Ansatz begeistert uns: Mitarbeitende sollen selber bestimmen, welche Methoden und Tools sie brauchen, um ihre Arbeit gut zu machen. Im HR und im Management, sollten wir uns nicht die Frage stellen "Wie können wir unseren Mitarbeitenden die Arbeit erleichtern?". Wir sollten unsere Mitarbeitenden fragen: "Wie können wir euch die Arbeit erleichtern?".

2019: Unternehmenserfolg

Das erbrachte Vertrauen den Mitarbeitenden gegenüber wird sich in mehr Zufriedenheit und Engagement auszahlen. Und dass zufriedene, engagierte Mitarbeitende zum Unternehmenserfolg beitragen, zeigen nicht nur die Untersuchungen von Sisodia, Seth und Wolf sondern auch eine Studie der Oxford University von 2019. 6 Monate lang wurden die Mitarbeitenden einer Telefonzentrale von BT nach ihrem Zufriedenheitslevel befragt hat: Waren Mitarbeitende zufrieden, arbeiteten sie nicht nur schneller, sondern erzielten auch mehr Abschlüsse.4

 

 *Quellen:

1 31.01.2020: https://pdfs.semanticscholar.org/21e9/5e29ce4e19867ad302b953519d3e683c5aa4.pdf?_ga=2.19999165.442555228.1612004494-1320331934.1612004494

31.01.2020: https://www.firmsofendearment.com/

3 Reinventing Organizations, Frederic Laloux, 2016

31.01.2020: https://www.ox.ac.uk/news/2019-10-24-happy-workers-are-13-more-productive

Publiziert am: 12. Februar 2021

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